30. Janu­ar 2015

Fachlehrermangel aktiv begegnen — Berufsbildende Schulen stärken

Vom Bau­zeich­ner über den Hotel­fach­mann bis zur Kauf­frau für Büro­ma­nage­ment – jun­ge Men­schen wer­den an berufs­bil­den­den Schu­len pass­ge­nau auf ihre beruf­li­che Zukunft vor­be­rei­tet. Zudem errei­chen hier vie­le jun­ge Men­schen ihre Schul­ab­schlüs­se. Die­ses brei­te Spek­trum kön­nen berufs­bil­den­den Schu­len aber nur auf­recht­erhal­ten, wenn die Rah­men­be­din­gun­gen stimmen. 

Die Lan­des­re­gie­rung hat die berufs­bil­den­den Schu­len seit Jahr­zehn­ten ver­nach­läs­sigt. Die Unter­richts­ver­sor­gung ist dau­er­haft schlecht. Seit 20 Jah­ren fal­len — struk­tu­rell bedingt — etwas 7000 Unter­richts­stun­den wöchent­lich aus. Das sind fünf bis sechs Pro­zent. Gebets­müh­len­ar­tig wird dies mit einem Fach­leh­rer­man­gel begrün­det. Dabei hat die Lan­des­re­gie­rung in all den Jah­ren nichts unter­nom­men, um die Lage zu ver­bes­sern. Ande­re Bun­des­län­der sind hier deut­lich akti­ver und erfolgreicher.
So gibt es in Baden-Wür­t­­te­m­­berg zeit­lich befris­te­te Gehalts­zu­la­gen. Die­se kön­nen einen Wech­sel für inter­es­sier­te Bewer­ber aus der frei­en Wirt­schaft in den Schul­dienst attrak­ti­ver machen. Gera­de die berufs­bil­den­den Schu­len sind auf Quer­ein­stei­ger an-gewie­­sen, da ein­zel­ne Fächer gar nicht oder nur unzu­rei­chend in der Lehr­amts­aus­bil­dung ange­bo­ten werden. 

Trotz­dem gibt es in Rhein­­land-Pfalz immer weni­ger sol­cher Sei­­ten- und Quer­ein­stei­ger. Die Lan­des­re­gie­rung unter­nimmt nichts, um die­sem Trend entgegenzusteuern.
Im Gegen­teil: Die Ein­stel­lungs­be­din­gun­gen an berufs­bil­den­den Schu­len haben sich wei­ter ver­schlech­tert. Teil­w